Inhaltsübersicht:
Informationen über das Gebiet der Schelden
Strijensas
Willemstad
Hellevoetsluis
Dintelsas
Bruinisse
Zierikzee
Roompot
Colijnsplaat
Sas van Goes
Goes
Kortgene
Veere
Middelburg
Vlissingen
Breskens

Ein paar allgemeine Informationen zum Scheldengebiet

Als Scheldengebiet bezeichnet man die Flussmündung der Schelde, die über Frankreich und Belgien nach Holland fließt. Im engeren Sinne gehört also nur die Wester- und Oosterschelde dazu. Ich möchte jedoch ein etwas größeres Revier beschreiben, das bis zum Hollands Diep reicht.
Nach der großen Sturmflut am 1. Februar 1953, bei der über 1800 Menschen und über 200.000 Tiere ihr Leben verloren beschloßen die Holländer ein riesiges Eindeichungsprojekt. Dieses begann 1958 mit dem Sturmflutwehr der Ijssel und fand seinen Abschluss 1997 mit dem Maeslant-Sturmwehr. Wohl großtes Bauwerk ist jedoch das Oosterschelde-Sturmflutwehr, das 1986 fertig gestellt wurde.
Durch dieses Projekt der Holländer sind einige Mündungsarme von der Nordsee abgeschlossen und von dort kann man die Nordsee auch nicht mehr direkt erreichen. Am Neeltje Jan auf Nordbeveland gibt es das Neeltje Jan Waterland. Dort erfährt mein einiges zu der Geschichte Nordhollands und dem Bau der Deiche erfahren. Zu den Gewässern, die keinen direkten Zugang zur Nordsee haben, gehören von Ost nach West gesehen das Grevelinger Meer und das Veerse Meer. Alle anderen, bis auf die Westerschelde haben zwar einen Abschlußdeich, dieser kann jedoch durch eine Schleuse passiert werden.
Für mich gehören zum Scheldengebeit folgende Gewässer (wieder von Ost nach West): Hollands Diep, Haringsvliet, Volkerak, Grevelinger Meer, Mastgat, Osterschelde, Veerse Meer und zuletzt Westerschelde.

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Fangen wir mit dem Hollands Diep und dem Ort

Strijensas

an.
Hier liegt das vom KSC im August 2005 gekaufte Clubschiff
LadyJ . Viel weiter nach Osten kommt man auf dem Hollandsch Diep auch nicht. Ein paar hundert Meter weiter schwingt sich eine Autobahn- und eine Eisenbahnbrücke mit einer Durchfahrtshöhe von ... über's Wasser. So wird Strijensas oft zum Mast stellen oder legen benutzt. Die einzig verbleibende Möglichkeit, weiter nach Osten zu kommen ist über die Staandemastroute. Die ein paar Meter hinter Strijensas (vor der Eisenbahnbrücke) Richtung Dordrecht abknickt. Mehr Informationen dazu gibt es unter www.staandemast.nl
Der Jachthafen in Strijensas hat alle üblichen Versorgungsmöglichkeiten. Auch eine Tankstelle ist vorhanden. Wer mehr über den Jachthafen erfahren möchte kann unter www.jachthavenstrijensas.nl Einzelheiten nachlesen.

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Weiter geht es mit dem Ort

Willemstad

ca. 8 sm weiter südwestlich am Hollands Diep. Der Ort hat, wie so viele Städte in Holland eine Marina mit allen Annehmlichkeiten und einen Stadthafen, der ein wenig einfacher und manche meinen, auch romantischer ist.
Wenn man in den Hafen einläuft, findet man auf der rechten Seite das Tankschiff und ihm gegenüber auf einem großen Schwimmponton den Hafenmeister. Dort kann man kurz festmachen und direkt bezahlen oder man läßt sich einen Platz zuweisen und bezahlt später.
Am alten Stadthafen kann man prima in einem der vielen Cafes oder Restaurants sitzen und das Hafenkino bewundern. Oft wird einem hier was geboten. Ansonsten kann man immer noch sein Cafe verkehrt oder ein Schneewitchen genießen.

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Hellevoetsluis

das schon fast am Ende vom Haringsvliet liegt. Bisher habe ich mich immer an dem Gemeindekai in der Einfahrt zum Groote Dok gelegt. Nur bei starkem Westwind, der leider keine Seltenheit ist, entsteht dort ein heftiger Schwell und man sollte sich hinter die Drehbrücke zurück ziehen. Dort kann man an allen Boxen, die ein grünes Täfelchen haben, unbedenklich festmachen. Diese Boxen sind für Gastlieger freigegeben.
In der Marina östlich vom Groote Dok soll man auch sehr gut liegen. Ich habe es allerdings noch nicht geschafft, dort festzumachen.
Die sanitären Einrichtungen befinden sich unter dem Brückenhäuschen und sind nicht besonders. Aber es geht.
Vielleicht ein Wort noch zum Verkehr. Auf dem Haringsvliet ist bei weitem nicht soviel Berufsschifffahrt unterwegs wie im Hollands Diep. Dort verläuft ja eine der Hauptachsen und so reiht sich dort Frachter an Frachter. Muß man bei ungünstigem Wind kreuzen, ist das schon Streß.

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Die Aufzählung der Städte bzw. Häfen möchte ich mit

Dintelsas

fortsetzen. Dintelsas liegt im Volkerak hinter einer Schleuse, die in den Sommermonaten in Betrieb ist und die Algen aus dem Wasser halten soll. In der Vor- und Nachsaison steht diese allerdings offen.
Einen Ort habe ich in Dintelsas nicht gefunden, dafür aber einen sehr gut gepflegten WSV-Hafen mit allem Komfort, jedoch ohne ein Lebensmittelgeschäft oder Bäcker. Vielleicht befindet es sich irgendwo, gefunden habe ich das bei meinem letzten Besuch jedoch nicht.

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Bruinisse

einem schönen Hafen direkt hinter der Schleuse im Grevelinger Meer. Auch hier gibt es 2 Häfen. Den WSV-Hafen BRU direkt hinter der Schleuse, in dem ich bisher immer gelegen habe und eine Marina, ca. 500 m weiter im Grevelinger Meer. Dort habe ich 2005 zum 1. Mal anläßlich unseres Manövertrainings mit dem Clubschiff Filou des KSC-Kaarst für einen Tag gelegen.
Der WSV-Hafen wird von seinen Mitgliedern ordentlich in Schuß gehalten. Irgendwie meine ich immer, merkt man in solchen Häfen das sie von Menschen benutzt und gepflegt werden, deren Hobby die Segelei ist und wie auch beim KSC man nicht nur Benutzer einer Sache ist, sondern auch ein Stück Eigentümer. So sind die sanitären Anlagen wirklich in Ordnung. Der Pincode lautete damals 13579 und wird sich, so denke ich, bisher nicht verändert haben. Ansonsten ist alles fein, nur in die Stadt sind es ein paar Minuten mehr. So 15 Minuten muß man schon laufen, bis man den kleinen Ortskern von Bruinisse erreicht hat. Unterwegs kann man aber an der Schleuse halt machen und sich die Sache einmal von oben begucken. Und man kommt am Fischereihafen, der ja vor der Schleuse liegt, vorbei. Da gibt es immer was zu gucken und wenn man Glück hat, kann man auch frischen Fisch oder frische Muscheln kaufen.

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Segelt man bis zur Oosterschelde kommt man irgendwann nach

Zierikzee

In meinen Augen eine Stadt, die man auf jedenfall besuchen sollte, wenn man in der Oosterschelde segelt. Im alten Stadthafen kann man zwar nicht liegen, da er trocken fällt, aber vor der Schleuse zum Stadthafen liegt man urgemütlich im Gemeindehafen an einem langen Kai. Das Sanitärgebäude ist auch im letzten Jahr renoviert worden und so ist der penetrante Uringeruch weg. Luxus ist es zwar nicht, aber es reicht den normalen Ansprüchen sicherlich. Bis ins Stadtzentrum sind es nur ca. 5 Minuten zu gehen. Wenn man Glück hat, ist gerade wieder ein Event auf dem Marktplatz. Dort gibt es oft Markt oder Open-Air-Konzerte.

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Am "Ende" der Oosterschelde liegt die Marina

Roompot

neben dem gleichnamigen Camping-Bungalow-Park De Roompot. Es ist eine schöne Marina. Ich habe 2003 nach der Einfahrt links gehalten und bin bis an den 1. Steg vor der Brücke gefahren. Dort konnte ich längsseits am Steg festmachen. Der Weg zu den sanitären Anlagen ist dann nicht so weit. In 5 Min. kann man bis zum Bungalow-Park gehen. Dort ist ein recht großer Supermarkt und auch eine gute Frittenbude. Sogar einen Softijsstand gab es da. Kommt man jedoch außerhalb der Hauptsaison ist dort recht früh tote Hose. Unterwegs kommt man an einem kleinen Sandstrand vorbei. Inzwischen tummeln sich auch hier einige Kite-Surfer. Es war interessant, die ersten Gehversuche eines Neulings zu beobachten.

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Segelt man an diesem Ufer die Oosterschelde entlang, kommt man nach

Colijnsplaat

einem kleinen Fischerdorf. Der ursprüngliche Fischerhafen beherbergt jetzt zum größten Teil eine Marina. Direkt nach der Einfahrt ist ein Meldesteiger, an dem man sich vom Hafenmeister einen Liegeplatz zuteilen lassen kann. (geht natürlich auch per Funk.) 2003 habe ich dort jeweils nur Rast gemacht um einen leckern Fisch zu essen. Leider hatte die gute Fischbude am Hafen zu. Beim 1. Mal hatten wir noch Glück und ein fahrender Fischhändler stand im Hafen. Da gab es wenigsten noch ein Fischbrötchen. Beim 2. Mal war gar kein Fisch zu bekommen, allerdings ging das Gerücht, das die Fischbude bald wieder aufmacht. Wenn ich mich richtig erinnere, waren die sanitären Einrichtungen auf Pontons gestellte Container. Recht ordentlich und sauber.

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Segelt man weiter und an der Schleuse zum Veerse Meer vorbei kommt man nach

Sas van Goes

Man muß zuerst durch eine Schleuse und findet dann an der steuerbordseite einen kleinen Hafen. Ich habe den Hafen bei meinem England-Törn mit dem Clubkamerad Peter Donnison kennen gelernt. Es ist ein recht kleiner Hafen, san. Einrichtungen sind nicht super, reichen allerdings aus. Immerhin verfügt der Hafen über eine Tankstelle und ein gutes Restaurant liegt direkt gegenüber. Allerdings kann ich über die Qualität des Restaurants nichts sagen, da ich dort noch nicht essen war.

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Fährt oder segelt man nun weiter kommt man über Wilhelminadorp nach

Goes

Die Brücke macht auch in der Hauptsaison nur jede Stunde auf und hat eine recht lange Mittagspause, so das nachmittags die Brücke zum 1. Mal erst um 16.00 Uhr aufgeht. Genaues findet man natürlich im aktuellen Almanak 2, den man in diesen Gewässern dabei haben sollte. Hinter der Brücke nach Goes ist direkt an der Backbordseite ein kleiner lauschiger WSV-Hafen, in dem man recht idyllisch liegt. Ich fand die sanitären Anlagen als vollkommen ausreichend, wenn auch ein wenig einfach.
Man kann auch gerade aus in den Stadthafen fahren. Dort wird noch eine kleine Brücke von Hand bedient. Man liegt dort wohl etwas lauter, aber dafür auch mitten im Geschehen. Keine 5 Min. Fußweg entfernt ist der große Marktplatz von Goes mit zahlreichen Cafes. Dort tobt im Sommer der Bär.

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Segelt man wieder etwas die Oosterschelde hoch und schleust in das Veerse Meer kommt man nach

Kortgene

Dort hat meine Mutter auf dem Campingplatz De Paardekreek einen Wohnwagen stehen. Der Campingplatz hat mehrere Anlegestege, wobei die ersten beiden (von der Schleuse kommend) auf 2 - 2.20 ausgebaggert wurden. Also kann man dort inzwischen auch mit der LadyJ beruhigt in einer Box festmachen.
2005 hat Brinkmann, Pächter vom Camping De Paardekreek backbord an der Einfahrt zum alten Stadthafen einen Steg mit Boxen und Strom- sowie Wasseranschluß bauen lassen. Dort kann man als Gastlieger jetzt sicherlich liegen.
Weiter hinten durch, also im alten "Stadthafen" hat Delta-Marina 2 große Stege gebaut, diese mit Strom- und Wasseranschlüssen, sowie Licht und einem Container mit san. Einrichtungen versehen. Zutritt erhält man nur mit einer Pinkarte. Hier kann man sicherlich auch gut liegen.
Der normale Segler wird allerdings in die Delta Marina fest machen. Selber habe ich dort noch nicht gelegen, aber sie macht einen ordentlichen Eindruck.

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Als letzter Ort im Veerse Meer kommt

Veere

Von dort geht es in die Schleuse zum Walcheren Kanal. Diesen nimmt man, wenn man über Middelburg in die Westerschelde möchte. Veere selber hat einen schönen kleinen Hafen. Selber habe ich noch nicht dort gelegen, aber man hat mir bereits ein paar mal davon berichtet. Das Essen im Hafenrestaurant soll sehr gut sein.

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Nach der Schleuse und einer Brücke kommt man nach

Middelburg

Ich habe dort zweimal zum shoppen festgemacht. Man liegt in der Nähe der Einkaufsmeile. Die ist vom Hafen aus gut zu erreichen. Auch Zufuß.
Middelburg selber gefällt mir sehr gut. Man kann gut einkaufen und hier ist auch wenigstens was los. Die Atmosphäre ist so ähnlich wie in Goes.

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Nach 5 Brücken und einer Schleuse erreicht man

Vlissingen

Dort habe ich bisher immer im Visserhaven mitten in der Stadt festgemacht. Dieser Hafen liegt ca. 1 sm westlich der Schleuse, die einem vom Walcheren Kanal auf die Westerschelde schleust. Hier im Visserhaven ist der Tidenhub von gut 5m schon beeindruckend. Bei Niedrigwasser fährt man in ein tiefes Loch und 6 Stunden später liegt man hoch und kann die Stadt sehen.

Die Duschen sind eindeutig nicht für korpulente Leute gedacht. Auch ich hatte etwas Platzangst. Dafür gibt es nichts schöneres als mit einem Bier im Hafenrestaurant zu sitzen und die dicken Pötte zu beobachten, die hier dicht am Ufer auf dem Weg nach Antwerpen hier vorbei kommen.

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Auf der anderen Seite der Westerschelde liegt

Breskens

Das ist der südwestlichste Hafen des Reviers. Von hier aus kann man gut einen Törn entlang der Kanalküste starten. Persönlich habe ich noch nie hier gelegen, daher kann ich zu den sanitären Einrichtungen wenig sagen. Allerdings war ich früher einige Male hier im Hafen. In Erinnerung geblieben ist mir ein leckerer Fisch-Imbiss. Ob dieser allerdings jetzt noch dort ist? Wer weiß!

Damit endet erst einmal meine Revierbeschreibung. Wer weitere Informationen hat oder Fehler findet, bitte eine kurze Info an admin (ät) skippercharly.de oder ein Eintrag ins Gästebuch. Ich ergänze/berichtige diesen Revierbericht gerne.