
Die Geschichte der Balearen (hauptsächlich Mallorcas) liest sich wie ein
spannendes Buch.
Hier nur ein kurzer Abriss. Die Balearen wurden erstmals in
griechischen und sizilianischen Schriften erwähnt. Bewohnt war die Insel aber
schon seit über 7000 Jahren, worauf archäologische Funde hinweisen. Demnach sind
zunächst Siedler aus Südfrankreich eingewandert. Dieser ursprünglichen
Höhlenkultur folgte die sogenannte Talaiot Kultur. Der Begriff Talaia
bezeichnet in Mollorcin, der Sprache der Einheimischen, die runden Wachtürme.
Diese waren bis zur Römerzeit die vorherrschende Bauweise. Den nachfolgenden
Generationen dienten diese Gebäude als Material für den Bau von Häusern und Kirchen.
Menorca und Ibiza wurden von den Phöniziern und Kathagern im 7. Jahrhundert
besetzt. Die Kathager kamen aus dem heutigen Tunesien und beherrschten um
diese Zeit das westliche Mittelmeer.Mallorca blieb allerdings von dieser
Besetzung verschont.
Berüchtigt waren die Bewohner der Balearen für Ihr Können als Steinschleuderer
in den karthagischen Heeren. Die Bezeichnung Balearen geht wahrscheinlich auf
diesen Ursprung zurück. Im Griechischen bedeutet ballein werfen. Diese Kunst
wurde von klein an geübt, so dass die Mallorciner hierin Ihren Gegnern in
dieser Kriegskunst überlegen waren.
Die Steinschleuderer kämpften aber nicht nur an der Seite der Kathager, sondern auch bei den Römern, die dann später Karthago zerstörten. Ein Standbild eines Steinschleuderes im Park unterhalb der Almudaina in Palma erinnert an die Heldentaten dieser Krieger. Nach dem Niedergang Karthagos entwickelte sich ein Machtvakuum. Dieses nutzten die Malloquiner zur einträglichen Beschäftigung als Seeräuber. Auch die Römer blieben nicht verschont, worauf Sie daraufhin die Insel im Jahr 123 v. Chr. besetzten. Es begann eine über 500 Jahre währende friedliche Epoche unter römischer Verwaltung. Aus Rom wanderten in dieser Zeit Kriegsveteranen und Verbannte ein.
Pollentia (heute Alcudia), Inca und Palma wurden gegründet, eine verbindende Heerstraße wurde gebaut. Diese ist immer noch die Hauptverkehrsachse der Insel. Handel und Wandel blühten in den ersten Jahrhunderten auf. Mallorca exportierte vor allem Olivenöl, Tongeschirr und Keramik. Es began dann auch bald die Christianisierung der Balearen. Die Höhle von Sant Marti bei Las Gaviotas diente den frühchristlichen Gemeinden als Zufluchtsort vor Verfolgung, bis sich das Christentum vollends durchgesetzt hatte. Die Höhle ist immer noch zugänglich. Im Jahre 430 eroberten die Vandalen die Balearen und zerstörten weitgehend alle Strukturen der Römerherrschaft. Wiederum 100 Jahre später eroberte das oströmische Reich (Byzanz) die Balearen zurück und nutzte die Inseln als Stützpunkt im Kampf gegen die Goten auf dem spanischen Festland.
Byzanz verlor nach und nach seine Vorherrschaft in Nordafrika an vorrückende arabische Heere (Mauren). Diese tauchten dann erstmals im 8. Jahrhundert auch vor den Küsten der Balearen auf. Es folgte ein unruhige Zeit gegenseitiger Piraterie und Plünderungen. Im Jahre 902 besetzten dann die Araber endgültig Mallorca, nachdem sie sich schon das gesamte ehemalige Westgotenreich und ganz Spanien einverleibt hatten.
Über fast als fünf Jahrhunderte arabischer Herrschaft entfaltete sich nun orientalische Kultur auf der Insel. Maurische Hinterlassenschaften sind die bewässerten Obst- und Gemüseterrassen vor allem an der südlichen Westküste, die Orangen- und Mandelbaumkulturen sowie die Gartenanlagen um Villen und Paläste, wie sie noch heute in Esporles (La Granja) oder Alfabia existieren. Viele rabische Ortsnamen überdauerten die Jahrhunderte, so zum Beispiel Alcudia, Algaida und Alaró, aber auch so fremdartig wirkende Bezeichnungen wie Andratx, Forna-lutx, Binissalem, Banyalbufar oder Biniaraix. Bauwerke aus arabischer Zeit sind dagegen bis auf die Banys Arabes in Palma in ihrer ursprünglichen Form so gut wie gar nicht mehr vorhanden. Aber auch in dieser Zeit gab es einen ständigen Wechsel der Machtverhältnisse. Besonders ab dem 11 Jahrhundert gibt es spannende Veränderungen in den Machtverhältnisse um die Balearen. So verliert der König von Cordoba die Kontrolle über die Insel und Mallorca wird im Jahre 1015 dem arabischen Königreich Denia (Südspanien) zugeordnet. Aber durch die immer größer werdenden Konflikte zwischen den Königreichen wird Mallorca schließlich ein unabhänges eigenes Königreich.
Moxabir ist von 1093-1114 der zweite König von Mallorca. Er baut die Stadtmauern, welche die Stadt gegen die Angriffe der Christen im 13. Jh. schützen sollten. Die Piraterie nimmt wiedermal Überhand und ist die wichtigste Einnahmequelle der Insel. Vor der Nordküste Spaniens, der Südküste Frankreichs und der Westküste Italiens ist kein Schiff mehr sicher. Eine Belagerung von Palma im Jahre 1114 durch die Armada des katalanischen Grafen von Barcelona, der mit Hilfe des Papstes in Rom der Piraterie ein Ende setzen will, ist zunächst erfolglos.
Aber ein Jahr später gelingt es den katalanischen und italienischen Truppen schließlich doch, die Stadt zu besetzen und sie befreien über 30.000 Christen. Der mallorquinische König Burabe wurde während dieser Schlacht gefangengenommen. Aber durch Probleme mit den Almoraviden mußte der Sieger, Ramon Berenger III., die Insel verlassen und Mallorca fiel zurück an die Almoraviden. Ab dem Jahr 1116 herrschten dann die Almoradiven.
Anfang des 13. Jahrhunderts nimmt die Piraterie wieder überhand. Schicksalhaft war dann der 31. Dezember 1229. Die Zeit der Kreuzzüge. Nach einer 2-monatigen Schlacht bei Santa Ponsa endete die Herrschaft der Muselmanen. Jaime I. stach unter Beteiligung dreier Erzbischöfe und ihrer Truppen im September 1229 mit 150 Schiffen und einer Streitmacht von 13.000 Mann in See und landete zunächst unbehelligt in der Bucht von Santa Ponça. Die ihm entgegengesandten Kräfte der Araber wurden geschlagen, und eine 3-monatige Belagerung Palmas (arabisch Medina Mayurca) schloß sich an. Am Silvestertag 1229 konnte Jaume die Kapitulation des Emirs in der Almudaina entgegennehmen. Während der darauffolgenden Plünderung wurden die meisten der arabischen Sakralbauten zerstört, darunter auch die Hauptmoschee. Abu Yahya mußte die Stadt Palma am letzten Tag des Jahres 1229 den Kreuzfahrern übergeben. Noch heute sind u.a. einige Straßen auf Mallorca nach diesem 31. Dezember benannt.
Im Jahre 1230 Jaime I. nach Katalonien zurückkehrt, gründet er einen Staat, der demokratische Züge aufweist. Er setzt Bernat de Santa Eugenia de Torrella als Gouverneur ein.
Bevor Jaime I. im Jahr 1276 stirbt, teilt er sein Königreich zwischen seinen Söhnen auf. Jaime I und Jaine II.. Der ältere Sohn Jaime I. gründet das christliche Königreich Mallorca. Er baut nach den bereits vorhandenen Vorschlägen seines verstorbenen Vaters schließlich die Kathedrale "La Seu" in Palma. Nur neun Jahre später verliert Jaime II. die Macht seines Königreichs an seinen Neffen Alfons III. Im Jahre 1295, nach dem Tode Alfons III. erhält Jaime II. wiederum die Macht über sein früheres Erbe. Mit ihm an der Macht begann für Mallorca wieder eine große und fruchtbare Zeit in der Geschichte. In dieser Zeit wurde u.a. die berühmte Festung "El Castell de Bellver" gebaut.
Nach dem Tode Jaime II. Im Jahre 1311 bekommt sein Sohn Sanxo die Macht und regiert bis 1324. Der erst 9-jährige Neffe Sanxo's - Jaime III. - erbt nach Sanxo's Tod die Krone. Doch sein machtsüchtiger Cousin Pedro IV. (ein Enkel von Jaime I.) überfällt und besetzt Mallorca im Jahre 1343. Jaime III. muß fliehen, kehrt aber 1349 mit einer kleinen Truppe zurück und versucht vergeblich sein Reich zurück zu erobern. In der Schlacht bei Lluchmayor im Jahre 1349 fällt Jaime III. im Kampf. Mit seinem Tod endet auch das unabhängige Königreich Mallorca. Anschließende Wiedereingliederung in das Königreich Aragón.
Im Jahre 1348 wütet die schwarze Pest in Palma. Über 5.000 Einwohner fallen der Epedemie zum Opfer. Der christliche Teil der Bevölkerung Palmas beschuldigt im Jahr 1391 die Juden, die den Handel in Palma kontrollieren für die schlechte wirtschaftliche Lage verantwortlich zu sein. Am 2. August 1391 wird das jüdische Getto in Palma überfallen und über 300 Juden werden getötet.
Aufstände der mallorquinischen Bauern in den Jahren 1450 bis 1452. Die Truppen Alfons V. schlagen die Aufständischen (Foravilans) brutal nieder. Viele Bauern werden hingerichtet. Nach diesen Aufständen wird Mallorca wieder dem spanischen Königreich zugeordnet.
Zwei der einflußreichsten und größten Familien Palmas, die Armadans und die Espanyols bekämpfen sich aus unerklärlichen Gründen bis aufs Blut. Am 2. November 1490 gipfelt diese alte Rivalität in einem Kampf, bei dem mehr als 300 Angehörige aus beiden Familien auf dem Wege zur Kirche Sant Francesc gegeneinder kämpfen.
In den Jahren 1521 und 1522 kommt es zum Aufstand der mallorquinischen
Handwerker (Germanies). Die Revolution der Foravilans ist erfolgreich und
die Reichen Palma's werden geplündert. Doch König Carlos I. läßt daraufin die
Aufständischen um den Anführer Joanot Colom gnadenlos verfolgen.
Viele Aufständische werden gefangen, gefoltert und hingerichtet. In folgenden
Jahren versuchen immer wieder zu einer Bedrohung der Mauren. Diesmal unterstützt
von den Türken des vordringenden osmanischen Reiches.
Diese maurische-türkische Banden und Piraten, die von Nordafrika her einfallen,
besetzen die Inseln.
Die Bevölkerung der Balearen wird durch diese Überfälle stark dezimiert und
Mallorca wird neben den anderen Baleareninseln immer wieder verwüstet.
Aus dieser Zeit stammen viele Festungs- und Wehranlagen auf Mallorca wie z.B.
in Palma oder in Pollensa.
Im 16. Jahrhundert verliert das Mittelmeer, speziell die Balearen, immer mehr an
Bedeutung für den Handel.
Seit der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus im Jahre 1492 konzentriert man sich
mehr und mehr auf die spanische Atlantikküste.
Im Jahre 1551 ist Baubeginn der letzten Festungsmauern um die Stadt Palma.
Diese wurden jedoch erst 250 Jahre später beendet. Die Stadt wuchs und die
Schutzmauern waren nicht mehr nötig.
Das 17. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Pestepedemien und Hungersnöte auf Mallorca. Im Jahr 1706 landet eine englische Flotte in der Bucht von Palma, um Felipe V. in seinem Kampf gegen den Österreicher zu unterstützen. Aber nicht alle Mallorquiner standen auf der Seite von Felipe V., sondern die Aristrokratie unterstützte zum großen Teil auch Karl von Österreich. Im Jahre 1715: Der französische Bourbonen-General Chevalier d'Asphelt erobert in einem Überfall die wehrlose Insel für Felipe V. Das ehemalige Königreich Mallorca verliert 1806 alle Privilegien aufgrund eines Erlasses von Philipp V. und La Ciutat de Mallorca, der Name Palmas seit 1276, wurde geändert in den heutigen Namen Palma de Mallorca.
Im Jahre 1808 wehrt sich Palma verzweifelt gegen das Joch Napoleons und im Jahr 1809 wird wiederum das jüdische Ghetto angegriffen, wiel die Juden die Truppen Napoleons unterstützt hatten.
Der polnische Komponist Frédéric Chopin und die französische Schriftstellerin
George Sand verbingen 1838 bis 1839 gemeinsam den Winter in der Nähe von
Valldemossa. Die Zerstörung der Stadtmauern um Palma wird ab 1873 in Angriff
genommen. Im Jahr 1875 wird Mallorcas erste Eisenbahnlinie zwischen Palma
und Inca eingeweiht. 1902: Im August 1902 dieses Jahres beginnt die komplette
Zerstörung der Stadtmauern um Palma. Diese Arbeiten dauern bis zum Jahre 1934.
Neben Emigranten aus Deutschland, die hier Zuflucht suchen, entdecken auch die
ersten zaghaften Touristen ab 1933 die Insel Mallorca!
Der spanischer Bürgerkrieg von 1936 bis 1939 laesst auch Mallorca nicht in
Frieden.
Nach Ende des zweiten Weltkriegs entdecken in den fünfziger Jahren immer
mehr Touristen die Insel Mallorca als Urlaubsziel. Schon sehr bald ist der
Bau eines Flughafen in Palma erforderlich.
In den sechziger Jahren, noch während Franco's Diktatur beginnt auf den Balearen
der Massentourismus. Schöne Strände, Landstriche und Städte wie Arenal,
Cala Major oder Alcudia werden mit Hotelbauten übersät, um die ständig wachsende
Zahl an Urlaubern zu beherbergen.
Ab 1988 erlässt der Consell Insular strenge Vorschriften, z.B. für den Bau von
Hotels und Häusern, zum Schutze der Natur oder für die Abwasserentsorgung.
Im Jahre 1990 führen schwere Unwetter zu großflächigen Überschwemmungen auf
Mallorca.
Die Balearen sind immer wieder in den Schlagzeilen seit Sie die beliebtesten
Ferienziele der Deutschen sind. Seien es Nachrichten über nicht ganz ernst
gemeinte Absichten deutscher Politiker Mallorca zu einem deutschen Bundesland zu
erklären, sei es über Trinkwasserknappheit, oder seien es Berichte über die
Absicht der einheimischen Behörden dem Massentourismus Einhalt zu gebieten.
Dies hat bisher nicht an Beliebtheit der Balearen als Urlaubsziel, besonders von
Familien, geändert.
Fangen wir mit die Beschreibung der Buchten und Häfen in den Balearen an mit
Palma de Mallorca ist oft Start- und damit auch Zielhafen, da hier eine recht große Charterflotte liegt. Wir haben unsere Yacht bei Moorings gechartert, die im Hafen Paeso Maritimo ihre Schiffe quasi am Kai liegen haben.
Seit 2005 hat Moorings seinen Stützpunkt mit dem von Alboran zusammen gelegt. Neben den großen Charterstützpunkte gibt es noch den Real Club Náutico de Palma, ein großer Yachtclub, der wohl auch sehr exclusive Mitglieder hat.
2004 konnte ich hier am Wochenende eine fast 2 km lange Partymeile beobachten.
Am späten Abend versammeln sich entlang der Uferpromenade überwiegend junge Leute
mit Plastiktüten in denen hochprozentiges steckt und machen Fete.
Dies geht bis in die frühen Morgenstunden. Pünktlich um 6 Uhr kommt der
Reinigungsdienst und sammelt die Reste der durchzechten Nacht ein und säubert
mit Wasser die Promenade.
Ansonsten ist Palma de Mallorca eine sehenswerte Stadt. Beginnend mit der
Uferpromenade, von der man die Luxusyachten im Real Club Náutico sehen kann,
über die Kathedrale bis hin zur Altstadt lohnt sich ein ausgedehnter
Bummel.
Besonders die Innenstadt macht einen sehr sauberen Eindruck. Wir waren davon
sehr positiv überrascht. Einziger Wermutstropfen ist die Tatsache, das man
fast immer für die Besichtigung von schönen Häusern oder Gärten bezahlen muss.
Im Hafen haben wir erst gar nicht nach sanitären Einrichtungen gesucht und
daher auch keine gefunden. Es scheint auch hier wie so oft im Mittelmeer
keine zu geben.
Zum Einkaufen sollte man zu einem der großen Supermärkte in der 2. Reihe
geben. Die Läden auf der Promenade haben doch eine begrenzte Auswahl und
sind recht teuer.
Wir haben uns ein reichhaltiges Starterpaket über Moorings besorgen lassen.
Diesen Luxus bezahlt man sicherlich mit ein paar Euros, jedoch ist dann
schon alles an Bord, wenn man eincheckt. Und wenn man für den Transport
vom Supermarkt zum Schiff zahlen muss, kann der Unterschied nicht so groß sein.
Ich hatte zudem den Eindruck, das Moorings darauf achtet, das die Preise nicht
überzogen sind, damit sich kein Charterkunde über den Tisch gezogen fühlt.
Wenn man sich von Palma aus nach Westen wendet und die Bucht von Palma
verlassen hat, kommt als erster Hafen
in Sicht. Nach der Einfahrt findet man auf der Steuerbordseite ein Ankerfeld.
Dahinter liegt der kommunale Hafen, der aus einer Mole und einem Schwimmsteg,
beide mit Moorings versehen, besteht. Kurz bevor es flach wird gibt es noch einen
Kai, der jedoch von Fischerbooten belegt ist. Dort konnten wir am nächsten Morgen
längseits gehen.
Auf der Backbordseite liegt die private Marina ???.
Wir haben in der NW Ecke des Hafens geankert, obwohl im Hafenhandbuch dort Ankern
verboten ist. Am nächsten Morgen kam auch ein Ofizieller mit seinem Schlauchboot
vorbei, der uns höflich darauf aufmerksam gemacht hat, das wir hier nicht über
Nacht ankern dürfen, sondern dafür uns ins Ankerfeld verlegen müßten. Wir durften
jedoch bleiben bis wir klar zum Auslaufen waren.
Weiter geht die Beschreibung mit
Diese seit einigen Jahren unter Naturschutz stehende Insel darf man nur mit
einem gültigen Permit anlaufen. Dieses bekommt man beim . Der Vercharterer hilft
einem aber gerne bei den Formalitäten.
In der Hochsaion darf man für eine Nacht an einer der 50 Moorings festmachen.
In der Vor- und Nachsaison für jeweils 2 Nächte und außerhalb der Saison eine
Woche. Als Hautsaison gelten hier die Monate Juni, Juli und August, als Nebensaison
die Monate Mai und September. Vor Mai und nach dem September ist man außerhalb
der Saison.
Die Bucht ist traumhaft und man liegt sehr sicher. Einen Ausflug zur Festung
sollte man machen. Man wird durch eine traumhafte Aussicht belohnt.
Ansonsten gibt es auf Cabrera nur noch ein kleines Cafe, das vom Militär
betreut wird und einen kleinen Militärposten. Dieser kontrolliert auch jeden
Abend anhand des Bootsnamens, ob man auch hier liegen darf.
Bei einem Besuch von Cabrera sollte man sich selbst versorgen können, da es kein Restaurant und auch keinen Supermarkt gibt. Auch den Müll sollte man erst in der nächsten Marina entsorgen.
Bewegen wir uns wieder zurück nach Mallorca kommt als erste Station nach Palma die Bucht
Diese wunderschöne Bucht schneidet sich tief in Richtung Nord-Ost ins Land.
Man liegt normalerweise vor Buganker und mit einer Heckleine zum Land, damit
der Schwojkreis kleiner wird und man sich etwas dichter zusammen legen kann.
Neben dem kleinen Strand gibt es ein Restaurant. Von wann bis wann es bewirtschaftet
wird und wie dort das Essen ist, können wir leider nicht sagen, da wir nur
ein paar Stunden in der Bucht geblieben sind.
Bei uns hat der Anker gut gehalten. Durch den Einschnitt in der Einfahrt der
Bucht hat man beim Ankern schon einen deutlich stärkeren Wind. Bei uns war
der allerdings nicht so stark, das sich eine merkbare Welle aufgebaut hätte.
Man soll dort auch über Nacht bleiben können. Würde ich aber nur bei nördlichen
Winden machen, da bei süd- oder südwestlichen Winden bestimmt eine gute
Düse in die Bucht kommt.
Bewegen wir uns weiter an der Küste Mallorcas entlang kommt als nächste Station
Für unsere Verhältnisse sind die Liegeplatzgebühren in den privaten Marinas extrem hoch. Wir haben Ende September für ein 11m-Schiff 52 Euro gezahlt. Wenn man sich dagegen die kommunalen Hafengebühren in Höhe von 4,52 (Cala Figuera) oder 4,25 (Porto Colom) vor Augen hält, fragt man sich, womit dies genau gerecht fertigt wird.
Bei unserer Suche nach einem Supermarkt sind wir wohl in die falsche Richtung marschiert. Jedenfalls haben wir das Zentrum nicht gefunden, dafür aber einen offenen Supermarkt, bei dem wir die fehlenden Vorräte kaufen konnten. Eine Bar hatte auch noch offen, so das wir noch in Ruhe einen Cafe und ein Bier trinken konnten. Dabei haben wir uns bei der Erkundung von La Rapida vom Hafen aus links gehalten. Meine Crew stellte später die Vermutung auf, das das Zentrum rechts vom Hafen liegt.
Wenn man in La Rapida liegt, sollte man auf jedenfall in der Bucht
Wweiter östlich kommt man nach
mein persönlicher Favorit auf diesem Balearen-Törn. Dies ist eine Bucht, die
sich weit ins Land einschneidet. Am Ende liegt eine Kaimauer, die inwischen
mit einem Trittbrett und Moorings versehen wurde. So hat man es etwas einfacher.
Platz haben hier allerdings maximal 5 Schiffe.
Dahinter gabelt sich die Bucht. Im linken Arm liegen die Fischer und es wird
auch schnell flach. Im rechten befinden sich ein paar private Bojen und etwas
Platz zum Ankern.
Hier hat es uns am besten gefallen. Die kleine Stadt ist übersichtlich, sehr gepflegt und lädt zu einem Bummel ein. Abends kann man an Tischen mit einem herrlichem Ausblick auf die Bucht lecker speisen.
Die sanitären Einrichtungen habe ich nicht gesehen, aber da es ein kommunaler
Hafen ist, kostete die Nacht ganze 4,25 Euro, allerdings ohne Strom und Wasser.
Wenn ich die nette Hafenmeisterin richtig verstanden habe, hätten wir dies
bekommen können.
Weiter östlich liegt
In die private Marina darf man auch mit seinem Dinghi nicht rein. Es kommt direkt ein Mitarbeiter angelaufen, der einem höflich aber bestimmt wieder wegschickt. Man kurvt dann halt um die äußere Mole herum und fährt bis zur öffentlichen Slipbahn im Fischerreihafen. Hier kann man kostenlos und ohne Probleme anlanden.
Von hier soll es über Land auch nicht sehr weit bis Cala D'or sein und man soll mit dem Bus bequem hinkommen. Haben wir leider nicht geschafft.
Als nächste Bucht kommt
Wir sind nur rein und dann direkt wieder raus gefahren und haben dabei die
schicken Rennmobos vor den noch schöneren Villen bewundert. Hier liegen
wirklich Millionen im Wasser. Alles nett anzusehen, aber festgemacht haben
wir nicht, obwohl ein freundlicher Marinero mit einer Mooringleine gewunken hat.
Am Anfang der Bucht gibt es einen kleinen Sandstrand, dahinter kommt eine
private Marina mit Tankstelle und am Ende der Bucht scheint es am Kai
recht neue Moorings zu geben. In der Mitte liegt noch ein Schwimmsteg an dem
aber nichts frei war.
Als nächste Station sind wir
angelaufen
Porto Colom wird als einer der sichersten Häfen an der majorquinischen Küste
beschrieben. Die große Bucht weitet sich weit ins Land hinein.
und hat wohl einen sehr guten Ankergrund.
Man hat dort eine Marina (kenne ich leider nicht), einen Schwimmsteg
mit angrenzendem kommunalen Fischerhafen (an dem wir für eine Nacht super gut
gelegen haben), ein großes
Ankerfeld und ein bestimmt aus 50 Bojen bestehendes Mooringfeld. Also
Platz satt. Meine Crew hat die Stadt besichtigt, jedoch keine Besonderheiten
berichtet.
Reste der zerstörten Schwimmstege, die bei einem Seebeben vor der algerischen
Küste und der dadurch entstandenen kleinen Flutwelle aus der Verankerung
gerissen wurden, kann man noch sehen. Bei diesem kleinen Tsunami sind
ein paar Boote in majorquinischen Häfen auf Grund gegangen. Das ist aber
bislang das einzige mir bekannte Unglück, bei dem Boote in Porto Colom
beschädigt oder sogar gesunken sind.
Als nächste Station sind wir
angelaufen
Porto Cristo erscheint mir auch als sicherer Hafen. Die Bucht schneidet tief ins Land, bevor sie um 90° abknickt. Dort beginnt der eigentliche Hafen. Vor der Hafeneinfahrt gibt es an Backbord einen kleinen Strand mit abgetrenntem Bereich für Schwimmer. Nach der Einfahrt liegt die günstige Molle Transit, mit Platz für 8 - 10 Schiffe, an ebenfalls an Backbord. Dort befindet sich auch das 2005 neu erbaute Sanitätsgebäude, in dem sich auch das Büro des Hafenmeisters befindet.
Gegenüber an Steuerbord liegt die private Marina. Hier kostet die Nacht mit 38 Füssen
um die 40 Euro. Dafür sind die san. Einrichtungen wirklich gut. Das Office wurde Ende
2006 renoviert. Man hat einzelne Duschkabinen mit Toilette. Sehr sauber und gepfegt.
Ich habe am Ende der Marina, direkt neben dem Kran der Werft gelegen. War mit 33 Euro
etwas günstiger als die Marina, dafür fingen die Werftarbeiter bereits um 7 Uhr mit dem
Schleifen eines Stahlkaskos an
Weiter an der Ostküste hoch kommt die
Am Ende der Bucht ist, durch eine lange Mole geschützt, ein kleiner Hafen. Als Gastlieger bekommt man aber meistens nur einen Platz an der Kaimauer. Oft auch nur im Päckchen. Bei süd-östlichen Winden kommt sehr schnell Schwell in die Bucht gelaufen, der die Schiffe an der Mole kräftig tanzen läßt. Man sollte so weit hinten wie möglich festmachen. Obwohl die sanitären Anlagen erst 2005/2006 neu gebaut wurden, sind sie schon wieder in einem desolaten Zustand. Das kann auch daran liegen, das dort die Sammelstelle für die Fähre ist und am Wochenende wahre Horden von vergnügungssüchtigen Teenies auf den Abtransport per Fähre warten.
In Ratjada tobt wären der Saison der Bär. An der Partymeile reiht sich Bar an Bar. Das Chocolate (liegt in der 2. Reihe) ist ein Treff von Vergnügungssüchtigen. Hier bleibt man nicht lange allein, wenn man es nicht möchte. Zu empfehlen ist ungefähr in der Mitte am großen Platz das ital. Eiscafe. Hier gibt es meiner Meinung nach das beste Eis von Ratjada.
Ist man um das Cap in die Bucht von Alcudia gesegelt, kommt nach einigen Seemeilen
in Sicht.
Die Gästeplätze befinden sich nach der Einfahrt in den Hafen auf der Steuerbordseite entlang der langen Kaimauer. Moorings sind vorhanden. Ich schätze, das in dem Hafen so rund 200 Schiffe an komfortablen Stegen festmachen können
Die sanitären Einrichtungen sind im Gebäude des Hafenmeisters untergebracht und sehr ordentlich.
Geht man vom Hafen aus links am Ufer entlang, kommt man zu einer kleinen Bucht mit Sandstrand. Daran schließt sich eine nette Uferpromenade an. Ich empfand den Ort als recht trostlos. Das kann allerdings daran gelegen haben das Ende September dort die Saison schon so gut wie vorbei zu sein scheint.
Am anderen Ende der Bucht liegt
Der Hafen ist relativ groß. Wenn man sich vorher über Funk anmeldet, bekommt man vom Hafenmeister einen Platz zugewiesen. Ansonsten läuft man die Tankestelle an. Dort findet man den Hafenmeister oft (wenn er nicht gerade wieder mit seinem Rad durch den Hafen radelt). An allen Stegen sind Moorings. Man sollte sich für 20 Euro Pfand direkt eine Keycard besorgen. Diese ermöglicht den Zugang zu den einzelnen Stegen und zu den san. Einrichtungen. Diese sind auch sauber und gepflegt. Direkt neben den Duschen befindet sich eine Wäscherei (wenn der Urlaub mal etwas länger dauert :-))
Der Ort ist in meinen Augen sehr touristisch. Verläßt man den Hafen kommt man direkt zu einer großen Promenade, auf der sich Geschäft an Geschäft reiht. Natürlich gibt es auch jede Menge Gastronomie. Ich war bereits 3 x in der Bodega des Port, ganz am Ende der Promenade, essen. Ein wohl typisch mallorquinisches Restaurant. Blickfang sind die herrlichen Schinken, die an der Decke hängen. Dort bekommt man sehr leckere Tapas und auch der Fisch und die Paella haben mir sehr gut geschmeckt.
Den letzten Ort, den ich an der Ostküste angelaufen bin, ist
Der Hafen von Pollenca liegt wie der von Alcudia am Ende der Bucht und war der bisher nördöstlichste Punkt von Mallorca, den ich angelaufen bin. Der Hafen ist größer und in mehrere Bereiche aufgeteilt. Vor dem Ende befindet sich auf Steuerbord ein Kai mit dem Gebäude des Hafenmeisters. Davor befinden sich die Gastliegeplätze. Ich fand es erstaunlich, wieviele Langfahrtschiffe ich hier gesehen habe. Nachher bestätigte mir jemand, das Pollenca in der Weltumseglergilde ein beliebter Treffpunkt ist.
Der Ort ist etwas weiter vom Hafen weg, so das es sinnvoll ist, sich ein Taxi zu nehmen. Wir haben uns direkt 2 bestellt und sind in die Altstadt gefahren. Dort habe ich den bisher leckersten Lammrücken in Rosmarinsoße meines bisherigen Lebens genossen. Wirklich super gut, wenn auch nicht gerade preiswert. Aber das ist ja oft so.
| Name | Bucht/Hafen | Preis | Bemerkung |
| Palma | Hafen | ? Euro | großer Hafen, ist oft Start und Ende eines Chartertörns, da viele große Vercharterer hier liegen |
| Andraitx | Hafen | 0 Euro | Dieser Hafen wird oft für den Absprung nach Ibiza angelaufen. Für die Nacht vor Anker haben wir nichts bezahlt. (Hab ich wirklich nicht dran gedacht.) Es gibt am Anfang ein großes Ankerfeld. Der kommunale |
| Cala Pi | Bucht | 0 Euro | wunderschöne, geschützte Bucht, in der man auch über Nacht bleiben kann. |
| La Rapida | Hafen | 52 Euro | Marina mit gutem Hafenrestaurant(nur Hörensagen!) |
| Es Trenc | Bucht | 0 Euro | schöne Bucht, die allerdings nur bei schönem Wetter angelaufen werden kann. |
| Cabrera | Bucht | 0 Euro | Naturreservat, das nur mit gültigem Permit anzulaufen ist. 50 Boote können an Bojen festmachen. |
| La Figuera | Bucht u. Hafen | 5 Euro | Hafen mit 2 Ankerfeldern und kleinem Kai mit Moorings. am Kai Platz für 5 Schiffe. schöner Ort mit guten Restaurants |
| Porto Pedro | Bucht u. Hafen | ? Euro | Bucht mit privater Marina (soll teuer sein) und kostenlosem Bojen- und Ankerfeld 14 Bojen sollen hier liegen. |
| Cala D'or | Bucht u. Hafen | ? Euro | High Socity Hochburg mit vielen riesigen Motorbratzen und einer privaten Marina (soll ca. 70€ kosten) |
| Porto Colom | Bucht u. Hafen | 5 Euro | Bucht mit großem Ankerfeld und vielen Bojen, sowie 2 Marinas. Die kommunale wie immer extrem günstig. |
| Porto Cristo | kl. Bucht u. Hafen | 33 Euro | Lang gestreckter Hafen. Vor der Einfahrt an Steuerbord ein abgetrennter Bereich für Schwimmer. Nach der Einfahrt an Steuerbord ca. 8 Plätze an der Molle Transit (kommunaler Hafen, sehr günstig). Gegenüber bis am Ende Schwimmstege der privaten Marina. Ich habe am Ende neben dem Kran direkt an der Werft gelegen. Dort gibt es ein kleines Becken, in dem 2 Schiffe bequem Platz finden. |
| Cala Ratjada | kl. Bucht u. Hafen | 12 Euro | Bucht mit kleinem Hafen hinter einer Mole. Nach SO offen, daher kommt schnell Schwell in die Bucht. Gastlieger finden einen Platz am langen Kai, oft jedoch nur im Päckchen. |
Zum Abschluß meiner Revierbeschreibung und zur Planung für Euren nächsten Törn eine Entfernungstabelle in sm für die von mir bisher angelaufenen Buchten und Häfen auf den Balearen:
| -- | Palma | Andraitx | Cabrera | Cala Pi | La Rapida | Cala Figuera | PortoPetro | Cala D'or | Porto Colom |
| Palma | -- | 25 | 28 | 17 | 21 | 38 | 40 | 42 | 45 |
| Andraitx | 25 | -- | 35 | 17 | 21 | 38 | 40 | 42 | 45 |
| Cabrera | 28 | 35 | -- | 14 | 14 | 19 | 21 | 23 | 28 |
| Cala Pi | 17 | 17 | 14 | -- | 4 | 21 | 23 | 25 | 28 |
| La Rapida | 21 | 21 | 14 | 4 | -- | 17 | 19 | 21 | 24 |
| Cala Figuera | 38 | 38 | 19 | 21 | 17 | -- | 2 | 4 | 7 |
| PortoPetro | 40 | 40 | 21 | 23 | 19 | 2 | -- | 2 | 5 |
| Cala D'or | 42 | 42 | 23 | 25 | 21 | 4 | 2 | -- | 3 |
| Porto Colom | 45 | 45 | 25 | 28 | 24 | 7 | 5 | 3 | -- |